top of page

Ein Tag zwischen Kulinarik, Aquarellfarben, Weinflaschen und ganz viel Kreativität 🥰

3. Okt.
9 Min. Lesezeit

Glaubt ihr, ich werde irgendwann einmal einen Malkurs geben, ohne vorher mindestens einmal davon zu träumen, dass ich etwas Wichtiges vergessen habe einzupacken? Vielleicht die Farben. Oder die Pinsel. Oder gleich den ganzen Kunstmaterialkoffer!? 😅


Dabei packe ich meine Sachen wirklich mit einer ausführlichen Liste, hake alles mehrfach ab und bereite meistens schon Tage vorher alles vor. Und trotzdem kommt vor jedem Kurs noch mehrfach dieser kleine Kontrollblick erneut in mein gepacktes Auto: Ist auch wirklich ALLES da???


So war es natürlich auch vor unserem zweiten „Kunst trifft Kulinarik“-Aquarellmalkurs im wunderschönen Weinkeller vom Rehorik.


Ich war aufgeregt - wie eigentlich immer. Obwohl ich inzwischen schon soooo viele Malkurse gegeben habe, ist diese Aufregung irgendwie geblieben. Vielleicht gehört sie inzwischen einfach dazu. Und vielleicht ist sie auch ein Zeichen dafür, wie viel mir diese Kurse bedeuten.


Diesmal wartete aber auch wieder ein ganz besonderer Malkurs auf mich:

„Kunst trifft Kulinarik“ im Weinkeller vom Rehorik!


Wir wollten gemeinsam in die Welt der Aquarellmalerei eintauchen, Neues lernen, eigene Wunschmotive malen und zwischendurch natürlich auch gutes Essen genießen.


Ein Tag für Kreativität, gutes Essen und schöne Begegnungen ❤️



Eineinhalb Stunden Aquarelleinführung – und warum Wasser dabei so viel mehr ist als nur Wasser


Anders als bei meinen üblichen Malkursen ging es diesmal nicht direkt ans richtige Motiv / Kunstwerk.


Zuerst habe ich nämlich mir eineinhalb Stunden Zeit genommen, um meinen Teilnehmern die Grundlagen der Aquarellmalerei näherzubringen.


Und das war mir besonders wichtig: Ich wollte nicht einfach - wie es die ganzen Lehrbücher tun - möglichst viele Fachbegriffe und Techniken aufzählen, sondern wirklich erklären, wie Aquarell funktioniert. So, dass jeder es verstehen kann - auch dann, wenn man vorher noch nie einen Aquarellpinsel in der Hand hatte.


Wir haben uns gemeinsam angeschaut, wo die Aquarellmalerei eigentlich herkommt, welche Bedeutung sie früher in der Kunstwelt hatte und welchen Platz sie heute einnimmt. Ich habe erklärt, was Aquarellfarben sind, woraus sie bestehen, welche Materialien man braucht und worauf es dabei wirklich ankommt.


Denn beim Aquarellmalen ist manches ganz anders, als man zunächst vermutet. Und vor allem ist es eine völlig andere Art zu malen als mit Acryl.


Wenn ich mit Acryl einen Pinselstrich setze, bleibt er in der Regel genau dort, wo ich ihn hingemalt habe. Beim Aquarell ist das anders. Hier kommt das Wasser ins Spiel - und das macht eben auch ein bisschen, was es möchte.


Das klingt zunächst vielleicht nach einer Herausforderung. Für mich ist es aber gerade das Wunderschöne daran:


Man muss lernen, ein Stück weit loszulassen und dem Wasser seinen Raum zu geben. Den eigenen Perfektionismus darf und muss man dabei ruhig einmal beiseitelegen.


Natürlich heißt das nicht, dass man dem Zufall komplett ausgeliefert ist. Wenn man ein paar grundlegende Zusammenhänge verstanden hat, kann man das Wasser ganz wunderbar für sich arbeiten lassen. Es entstehen Verläufe, Strukturen und Effekte, die mit Acryl nur mit unglaublich viel Aufwand möglich wären.


Und genau das wollte ich meinen Teilnehmern zeigen.


Ich habe die wichtigsten Grundtechniken live vorgeführt, erklärt, wann und wofür man sie einsetzen kann, und alles so einfach wie möglich heruntergebrochen. Keine komplizierten Begriffe, kein Künstlerlatein. Einfach verstehen, ausprobieren und selbst erleben.


Denn ich bin überzeugt: Wenn man einmal verstanden hat, warum etwas passiert, braucht man oft gar nicht mehr all die komplizierten Bezeichnungen. Dann kann man aus diesem Verständnis heraus ganz intuitiv malen.


Natürlich durfte auch das eigene Ausprobieren nicht fehlen. Auf einem Übungsblatt konnten sich alle langsam an das Material herantasten, verschiedene Techniken testen und beobachten, was passiert, wenn Farbe und Wasser aufeinandertreffen.


Ich liebe diesen Moment, wenn man merkt, dass etwas plötzlich Sinn ergibt. Wenn aus einem anfänglichen „Oh je, wie soll ich das denn machen?“ langsam ein „Ach so! Jetzt verstehe ich!“ wird.

Genau dafür mache ich solche Einführungen. 🥰


Zum Vergrößern einfach aufs Bild/Video klicken:



Eine kulinarische Pause im Weinkeller

Nach all den neuen Eindrücken war es Zeit für eine kleine Pause. Und dafür hätten wir uns wirklich keinen schöneren Ort wünschen können.


Der Weinkeller von Rehorik ist einfach etwas ganz Besonderes. Ein altes Kellergewölbe, überall hunderte Weinflaschen, dieses gemütliche Weinkellergefühl - und gleichzeitig ist alles so liebevoll und angenehm eingerichtet, dass man am liebsten noch ein bisschen länger sitzen bleiben möchte.


Das Team vom Rehorik hat uns eine wunderschöne Delikatessenplatte serviert: verschiedene Käsesorten und Wurst, Obst, Gemüse, feine Aufstriche und Baguette. Dazu gab es für jeden zwei Getränke, die im Ticketpreis bereits enthalten waren.


Wir haben gegessen, geplaudert und die gemeinsame Zeit genossen.


Und währenddessen haben wir auch schon überlegt, welches Motiv bei jedem später auf dem Papier entstehen sollte.


Einige hatten bereits eine konkrete Vorstellung, andere waren noch unentschlossen. Also haben wir gemeinsam geschaut: Was gefällt dir? Was würdest du gerne malen? Was lässt sich mit Aquarell gut umsetzen? Und welches Bild könnte später vielleicht sogar einen schönen Platz in deiner Wohnung finden?


Genau diese Mischung mag ich an „Kunst trifft Kulinarik“ so sehr. Es ist eben nicht einfach nur ein Malkurs, bei dem man drei Stunden an einem Tisch sitzt und malt. Es ist ein kleiner Ausflug aus dem Alltag. Man nimmt sich Zeit, lernt etwas Neues, genießt gutes Essen und kommt mit Menschen ins Gespräch.


Und Rehorik macht es uns dabei jedes Mal besonders schön. Der Service ist herzlich, sympathisch und aufmerksam. Ich freue mich wirklich sehr, dass wir dort solche besonderen Kurse veranstalten dürfen. ❤️


Zum Vergrößern einfach aufs Bild/Video klicken:



Mein liebster Teil: von Tisch zu Tisch „G'schaffteln“


Nach der Pause ging es endlich an die eigenen Wunschmotive.


Und jetzt begann für mich der Teil, auf den ich mich bei solchen Kursen immer besonders freue.


Die große Einführung war geschafft - und damit auch der Teil, vor dem ich meistens am aufgeregtesten bin. Jetzt durfte jeder in seinem eigenen Tempo loslegen. Ich musste nicht mehr vorne stehen und die ganze Zeit etwas vormachen, sondern konnte einfach von Tisch zu Tisch gehen und helfen.


Wie fange ich am besten an? Wie mische ich diesen Farbton? Welche Technik passt hier? Warum läuft die Farbe gerade so davon? Und wie bekomme ich diesen kleinen Effekt hin?


Ich nenne das immer „g'schaffteln“. Ein bisschen schauen, ein bisschen erklären, hier einen Tipp geben, dort etwas zeigen – und vor allem ganz individuell auf jeden eingehen.


Und ich liebe das wirklich!


Denn natürlich hat jeder andere Fragen. Der eine tut sich schwer damit, überhaupt anzufangen. Der nächste weiß nicht so recht, wie er seine Farben mischen soll. Jemand anderes hat eine ganz bestimmte Stelle im Bild, bei der er nicht weiterkommt.


Und genau dafür bin ich dann da. Ich kann mir bei solchen Kursen immer ganz besonders viel Zeit nehmen, zuzuhören und dort zu unterstützen, wo es gerade gebraucht wird - da ich nicht parallel noch vorne eine Anleitung vorzeigen muss, sondern die gesamte Zeit nur dazu da ist, mich auf euch zu konzentrieren und zu helfen! 😊


Dabei finde ich es auch immer unglaublich spannend zu beobachten, wie unterschiedlich Menschen an ihre Motive herangehen.


Ein Bild verrät immer ein kleines bisschen etwas über den Menschen, der es malt.


Da entstehen ganz zarte, zurückhaltende Blumenbilder mit kleinen Blüten und ruhigen Farben. Und am nächsten Tisch wachsen große, wilde Blumen über das Papier, überlappen sich, leuchten in kräftigen Farben und dürfen ruhig ein bisschen unordentlich sein.


Und ich finde beides toll!


Es ist so schön zu sehen, wie unterschiedlich die Ideen sind und wie viel Persönlichkeit in jedem Bild steckt. Gerade wenn jeder sein eigenes Motiv auswählt, wird das noch einmal besonders deutlich.


Und manchmal sitze ich gedanklich selbst kurz vor einem Bild und denke: „Wow, das ist ja eine schöne Idee!“ Dann nehme ich wieder etwas mit - vielleicht eine Inspiration für ein zukünftiges Kursmotiv oder einfach einen neuen Blick auf etwas, das ich selbst noch gar nicht so gesehen habe.


Ich gehe aus solchen Kursen also nicht nur mit vielen schönen Erinnerungen, sondern oft auch mit neuen Ideen nach Hause. 🥰


Zum Vergrößern einfach aufs Bild/Video klicken:



Ein kleiner Blick hinter die Kulissen – inklusive Bollerwagen-Einsatz


Natürlich gab es auch diesmal wieder eine kleine logistische Herausforderung. Der Weinkeller ist wunderschön, aber eben auch nicht riesig. Deshalb musste ich sogar meinen eigenen Klapptisch mitbringen.


Und der wiegt ungefähr zehn Kilo. 🙈


Da Rehorik mitten in der Regensburger Innenstadt liegt und wir wegen der Baustellen momentan nicht einfach mit dem Auto vorfahren können, musste ich mein ganzes Material vom Parkhaus bis zum Weinkeller transportieren. Kunstmaterialkoffer, Taschen und eben diesen Tisch.


Beim letzten Mal war das noch eine ziemliche Schlepperei. Diesmal hatte ich zum Glück eine Idee: Mein Bollerwagen vom Markt musste mit!


Das war auf dem Kopfsteinpflaster zwar auch nicht gerade ein Spaziergang, aber definitiv besser, als alles einzeln durch die Stadt zu tragen. Man lernt ja dazu. 🤓


Und ich hatte wieder eine ganz liebe Helferin dabei: Markus’ Mama.


Tatsächlich war sie sogar ein entscheidender Grund dafür, dass es diesen zweiten Aquarellkurs überhaupt gab.


Nach dem ersten Kurs hatte ich zunächst überlegt, ob ich ihn noch einmal anbieten sollte. Schließlich hatten die Teilnehmer vom ersten Mal die Grundlagen ja schon kennengelernt.

Aber Markus’ Mama war so begeistert und meinte, dass sie unbedingt noch einmal teilnehmen möchte - und dass es bestimmt auch anderen so gehen würde.


Und was soll ich sagen? Sie hatte recht! Diesmal war sie wieder dabei und hat mich außerdem beim Transport, beim Aufbau und beim Abbau tatkräftig unterstützt.


Ich bin wirklich froh, dass ich bei solchen Veranstaltungen immer wieder Menschen an meiner Seite habe, die mithelfen und mich unterstützen. Gerade bei diesen "kleinen" Dingen hinter den Kulissen sind meine lieben Helfer unersetzbar!! ❤️



Neue Gesichter, bekannte Gesichter und ganz viele schöne Bilder


Was diesmal besonders spannend für mich war: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer kannte ich vorher noch nicht.


Bei meinen Acrylkursen sehe ich meist viele vertraute Gesichter. Meine lieben „Wiederholungstäter“, die sich manchmal schon innerhalb der ersten Viertelstunde nach Freischaltung eines Kurses ihre Tickets sichern. 😍


Das freut mich natürlich jedes Mal riesig!! Gleichzeitig ist es immer wieder aufregend, neue Menschen kennenzulernen. Wer sitzt da? Was malen sie gerne? Was bringen sie schon an Erfahrungen mit? Und was möchten sie vielleicht zum ersten Mal ausprobieren?


Am Ende waren es wieder ganz unterschiedliche Menschen, ganz unterschiedliche Motive und ganz unterschiedliche kleine Geschichten, die auf dem Papier entstanden sind.


Und genau das ist es, was ich an meinen Malkursen so liebe: Es geht für mich nicht darum, dass am Ende möglichst gleiche Bilder auf dem Tisch liegen. Es geht darum, dass jeder etwas Eigenes mit nach Hause nimmt. Etwas, das er selbst geschaffen hat und in dem ein kleines Stück von ihm steckt.



Von meiner ersten Angst zu ausverkauften Malkursen 🥹


Wenn ich nach so einem Tag nach Hause komme, bin ich meist sehr glücklich - und manchmal auch ein bisschen geschafft.


Aber vor allem denke ich dann daran, wie froh ich bin, dass ich mich überhaupt getraut habe, meine öffentlichen Malkurse anzubieten.


Als ich letztes Jahr damit angefangen habe, hatte ich nämlich ziemlich große Bedenken. Was, wenn sich nur ein oder zwei Personen anmelden? Was, wenn wir am Ende nur zu dritt dasitzen?


Natürlich wäre auch das in Ordnung gewesen. Aber die Sorgen waren trotzdem da.


Und dann war mein erster öffentlicher Malkurs schon eine Woche vor dem Termin ausverkauft. Der nächste war innerhalb einer Woche ausgebucht. Danach waren viele Kurse schon nach ein bis zwei Tagen weg.


Mein Sommerkurs war tatsächlich nach nur sechs Stunden nahezu ausverkauft. Und die letzten beiden Acrylkurse waren sogar überbucht.


Ich kann kaum beschreiben, wie sehr mich das freut. Nicht nur, weil die Kurse voll sind, sondern weil so viele Menschen Lust haben, gemeinsam kreativ zu sein und sich auf meine Art des Malens und Erklärens einzulassen.


Und trotzdem stehe ich vor jedem Kurs wieder da, kontrolliere meine Packliste und frage mich, ob ich auch wirklich an alles gedacht habe. Vielleicht wird das irgendwann weniger. Vielleicht brauche ich dafür einfach noch ein paar hundert Malkurse. 😄


Aber eines weiß ich inzwischen ganz sicher: Ich liebe diese Kurse. Ich liebe es, Menschen etwas beizubringen, sie zu ermutigen, ihnen die Angst vor dem ersten Pinselstrich zu nehmen und zu sehen, wie sie mit jedem Schritt ein bisschen sicherer werden.



Und wie geht es weiter?

Mit dem Eichhörnchen-Malkurs in Acryl geht die diesjährige Malkurssaison langsam zu Ende. Das Motiv ist bereits ausverkauft - und sogar überbucht! Ich freue mich riesig auf diesen letzten Kurs des Jahres.


Die nächsten beiden Motive stehen aber auch schon fest: Ein Haustier-Malkurs hinter Glas und ein Landschaftsmalkurs, den sich unglaublich viele von euch gewünscht haben. Ob ich dafür ein ganz neues Landschaftsmotiv entwickle oder vielleicht sogar zwei Varianten anbiete, überlege ich gerade noch. 😊


Und natürlich sind dieses Jahr auch meine inklusiven Malkurse in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Regensburg dazugekommen. Ein absolutes Herzensprojekt, über das ich euch in einem eigenen Blogbeitrag schon mehr erzählt habe.


Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, waren die Malkurse ein unglaublich großer und schöner Teil meiner künstlerischen Arbeit. Ich durfte so viele Menschen kennenlernen, so viele unterschiedliche Bilder entstehen sehen und immer wieder erleben, wie viel Freude es machen kann, gemeinsam kreativ zu sein.


Und dafür bin ich wirklich dankbar.


Danke an alle, die dabei waren, die wiederkommen, mich weiterempfehlen und meine Kurse mit so viel Leben füllen. Danke für eure Begeisterung, eure Fragen, eure Ideen und natürlich für all die wunderschönen Bilder, die dabei entstehen.


Ich freue mich schon auf die nächsten gemeinsamen Pinselstriche - und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja bei einem der kommenden Kurse wieder. ❤️🎨


Von Herzen,

eure Nadine

 
 
 

Kommentare


Vielen Dank für dein Abonnement! 🖤

Kontakt: Nadine Bovenkamp
E-Mail: bovka.painting@icloud.com
Telefon bzw. Whatsapp: 0151/74245509
Besuche mich auf Instagram:
  • Instagram
bottom of page