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Sommermärkte, Kunst unter freiem Himmel & ganz viel Herz

1. Okt.
7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Okt.

Manchmal braucht es nur einen kleinen Schubs, um etwas Neues auszuprobieren. Oder in meinem Fall: einen ziemlich großen Ruck. 😄


Denn obwohl ich mittlerweile schon auf einigen Kunst- und Handwerkermärkten ausgestellt habe, gab es eine Sache, die ich bisher konsequent vermieden hatte: Märkte im Freien.

Warum? Wegen des lieben Wetters natürlich! ☀️🌧️


Als Künstlerin steckt in jedem meiner Werke unglaublich viel Zeit, Arbeit und auch Materialkosten. Und gerade bei meinen Arbeiten, bei denen ich Papier benutze, kann schon die hohe Luftfeuchtigkeit nach starkem Regen zum Problem werden (man kennt es ja von gewellten Buchseiten). Von Regen in Kombination mit Wind oder einem plötzlichen Sturm ganz zu schweigen. Ein Pavillon schützt schließlich nicht vor allem, was von der Seite kommt.


Dazu kommt mein persönlicher Anspruch: Ich möchte zuverlässig sein und ungern kurzfristig absagen müssen. Und so habe ich mich bisher lieber auf Märkte in Innenräumen beschränkt.

Doch dann kam die Einladung zum Bürgerfest in Neutraubling. Und weil ich in dieser Stadt mittlerweile schon so viele schöne Erfahrungen mit meiner Kunst sammeln durfte, dachte ich mir: Ach komm, Nadine. Jetzt probierst du das einfach mal! ❤️


Was soll ich sagen? Ich bin sehr froh, dass ich es getan habe!


Mein erster Kunstpavillon – Premiere auf dem Bürgerfest Neutraubling 🎨


Ende Juli war es so weit: Mein allererster Markt unter freiem Himmel!


Und natürlich wäre ich nicht ich, wenn ich mich darauf nicht entsprechend vorbereitet hätte.


Ein Pavillon musste her, ein stabiler Klapptisch, ein Roll-up-Display, ein Bollerwagen für den Transport und natürlich Sandsäcke, damit mein neues kleines Kunstreich auch bei Wind sicher stehen bleibt. Viele neue Investitionen und wir haben sogar vorher den Aufbau zu Hause geprobt.


Man könnte meinen, ich bereite mich auf eine Weltreise vor und nicht auf einen Kunstmarkt. Aber sicher ist halt einfach sicher! 🤭


Zum Vergrößern einfach aufs Bild/Video klicken:

v.l.n.r., Probeaufbau bei Mama Zuhause; Befüllen der Sandsäcke in der Kiesgrube; bereit fürs Bürgerfest im sommerlichen gute-Laune-Shirt; der Kunst-Pavillon steht!!; kleine Eis-Pause mit Mama; happy im Kunst-Pavillon



Der Aufbau am Samstagmorgen war entsprechend aufregend. Überall wurde gewerkelt, aufgebaut und organisiert. Doch schließlich stand er da: mein eigener kleiner Kunstpavillon, gefüllt mit meinen Gemälden, Epoxidharz-Uhren, Schälchen, veredelten Akazienholz-Brettchen und vielen weiteren Kunstwerken.


Und ich habe mich sofort wohlgefühlt!


Das Wochenende war zwar ziemlich heiß und die Geräuschkulisse eines Bürgerfestes mit Musikbeschallung aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig durchaus gewöhnungsbedürftig, aber die Stimmung war einfach wunderbar.


Besonders gefreut habe ich mich über die vielen bekannten Gesichter, die extra vorbeigekommen sind, weil sie meinen Newsletter gelesen oder meine Ankündigung auf Instagram gesehen hatten. Manche wollten unbedingt meine neuesten Werke sehen, andere hatten Fragen zu meinen Techniken oder interessierten sich für meine Malkurse.


Und genau diese Begegnungen liebe ich so sehr!


Es ist etwas ganz Besonderes, wenn Menschen nicht einfach nur an einem Stand vorbeischlendern, sondern sich Zeit nehmen, meine Arbeiten anzuschauen, Fragen zu stellen und sich für die Geschichten dahinter zu interessieren.


Auch neue Malkursteilnehmer durfte ich kennenlernen und viele meiner neuen Werke haben direkt begeisterte Reaktionen hervorgerufen.


Natürlich gab es auch wieder jede Menge zu lachen, schöne Gespräche und ganz viel Wertschätzung. ❤️


Ein kleiner Kraftakt war allerdings der Samstagabend: Da wir Aussteller ab 20 Uhr Feierabend hatten, aber das Bürgerfest noch bis spät in die Nacht feuchtfröhlich weiterging, musste ich meinen kompletten Stand am Abend natürlich wieder abbauen (in einem Pavillon ohne Aufpasser sind die Kunstwerke ja nicht sicher vor Beschädigung oder Diebstahl und man kann einen Pavillon auch leider nicht richtig abschließen). Und weil wir mit dem Auto nicht mehr an den Stand fahren konnten, durfte mein Freund Kiste für Kiste mit dem Bollerwagen - zwischen den ganzen feiernden Menschen quer durchs ganze Bürgerfest hindurch - zum Auto transportieren, während ich auf den Pavillon und die restlichen Kunstwerke aufgepasst habe.


Nach ungefähr zwei Stunden Abbau und Transport war endlich alles verstaut.


Aber wisst ihr was? Selbst das gehört irgendwie dazu zum chaotischen Leben als Marktaussteller.


Am Sonntagmorgen ging es dann mit meiner Mama wieder früh ans Werk. Diesmal ganz entspannt, mit Vogelgezwitscher und angenehm kühlen Temperaturen. Wir wussten ja jetzt, wie alles funktioniert, und konnten unseren kleinen Kunstpavillon fast schon routiniert wieder aufbauen.


Zwei wunderschöne Markttage lagen hinter mir – und meine erste Freiluftmarkt-Premiere war geschafft!


Zum Vergrößern einfach aufs Bild/Video klicken:



Pfatter – drei Stunden Schlaf und trotzdem voller Freude ☀️


Ein paar Wochen später stand bereits der nächste Kunstmarkt an: der Kunst- und Handwerkermarkt in Pfatter.


Und die Ausgangslage war diesmal etwas… sagen wir mal, sportlich! 😃


Wir waren gerade erst aus unserem Korsika-Urlaub zurückgekommen, am Samstagabend auf einer Hochzeit lieber Freunde und erst gegen 3 Uhr nachts zu Hause. Um 6 Uhr klingelte bereits wieder der Wecker.


Drei Stunden Schlaf. Ein Kunstmarkt. Und natürlich hatte das Wetter bis kurz vorher auch noch keine endgültige Entscheidung getroffen.


Ich dachte mir nur: Na, das kann ja heiter werden!


Doch irgendwie war an diesem Morgen alles anders.


Vielleicht lag es an der Müdigkeit, vielleicht an der Vorfreude oder einfach daran, dass ich inzwischen schon ein bisschen Freiluftmarkt-Erfahrung gesammelt hatte. Jedenfalls waren meine Mama und ich erstaunlich entspannt beim Aufbau.


Und dann wurde es tatsächlich ein wunderschöner Tag!


Bei strahlendem Wetter, einer angenehmen Atmosphäre und ganz ohne die übliche Markt-Hektik konnte ich meinen Kunstpavillon richtig genießen.


Diesmal hatte ich sogar die Möglichkeit, zwischendurch selbst ein wenig über den Markt zu schlendern, mir andere Stände anzuschauen und etwas Leckeres zu essen. Das gehört für mich nämlich auch dazu: Man entdeckt immer wieder tolle handgemachte Dinge, kommt mit anderen Ausstellern ins Gespräch und lernt interessante Menschen kennen.


Eine ganz besonders schöne Überraschung war die Begegnung mit einer anderen Künstlerin, mit der ich mich auf Anhieb unglaublich gut verstanden habe. ❤️


Und natürlich waren auch wieder viele liebe Besucher an meinem Stand.


Es ist jedes Mal aufs Neue schön, wenn Menschen vor meinen Arbeiten stehen bleiben und fragen: „Wow, haben Sie das alles selbst gemacht?“


Wenn ich dann erzähle, dass ich mir meine Techniken selbst beigebracht habe, ist die Begeisterung meist noch größer.


Ich liebe diese Gespräche! Zu erklären, wie meine Werke entstehen, welche Materialien ich verwende und was hinter den einzelnen Techniken steckt.


Und genauso schön finde ich es, wenn Besucher mir stolz ihre eigenen gemalten Bilder zeigen.


Besonders meine handgeformten Blumenköpfe haben auf beiden Märkten unglaublich viel Aufmerksamkeit bekommen.


Auch meine neueren Arbeiten wurden mit großer Begeisterung aufgenommen – und das freut mich als Künstlerin natürlich ganz besonders.


Denn so viel Arbeit und Herzblut in ein Kunstwerk zu stecken und dann zu erleben, dass es Menschen wirklich berührt und begeistert, ist einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl.


Auch das Interesse an meinen Malkursen war wieder riesig! Neben neuen Kontakten sind dabei sogar einige Ideen für zukünftige Kursmotive entstanden.


Und ehe ich mich versah, war es schon 17 Uhr und der Markt vorbei.


Eigentlich schade, denn ich hätte noch eine ganze Weile in meinem kleinen Kunstpavillon sitzen bleiben können.


Zum Vergrößern einfach aufs Bild/Video klicken:



Mein Fazit: Ich liebe Märkte unter freiem Himmel! ❤️


Wenn ich die beiden Sommermärkte miteinander vergleiche, fällt mir vor allem eines auf: Wie unterschiedlich sich ein Markttag anfühlen kann.


Natürlich war das Bürgerfest in Neutraubling mit all dem Trubel, der Musik und den vielen Menschen deutlich aufregender und anstrengender. Pfatter hingegen war wunderbar entspannt.


Aber beide Märkte hatten etwas gemeinsam: Dieses besondere Gefühl, draußen zu sein, frische Luft zu genießen, Menschen zu begegnen und meine Kunst in einer ganz anderen Atmosphäre präsentieren zu dürfen.


Bei Märkten in Innenräumen fällt mir immer wieder auf, wie anstrengend es sein kann, den ganzen Tag in einer großen, manchmal stickigen und lauten Halle zu verbringen.


Als Besucher nimmt man das vielleicht gar nicht so wahr. Wenn man aber stundenlang selbst hinter seinem Stand sitzt, merkt man erst, wie sehr einen das auf Dauer erschöpfen kann.


Bei meinen beiden Sommermärkten war das ganz anders. Ich war abends zwar müde, aber nicht völlig ausgelaugt. Und das, obwohl ich in Pfatter gerade einmal drei Stunden geschlafen hatte! 😂


Natürlich bleibt das Wetter ein gewisses Risiko. Und ich werde auch weiterhin gut abwägen müssen, welche Werke ich zu welchem Markt mitnehme und welche Vorkehrungen notwendig sind.


Aber mein Fazit ist eindeutig: Dieses Risiko ist es wert!


Manchmal muss man sich einfach trauen, etwas auszuprobieren, auch wenn man vorher hundert Gründe findet, warum es vielleicht nicht funktionieren könnte.


Und manchmal wird man dafür mit Erfahrungen belohnt, die man sonst niemals gemacht hätte.


Und wie geht es weiter? Die Marktsaison geht in die nächste Runde! 🎄


Nach den wunderschönen Sommermärkten freue ich mich jetzt auf die nächsten Veranstaltungen.


Zunächst steht ein Markt bei mir in meinem aktuellen Heimatort Tegernheim an, auf den ich mich natürlich ganz besonders freue. Und dann beginnt auch schon langsam die Vorfreude auf mein persönliches Highlight der kalten Jahreszeit:


Den alljährlichen Christkindlmarkt in Neutraubling!


Am ersten Adventswochenende bin ich wieder vier Tage lang mit meiner eigenen Christkindlmarktbude vertreten.


Und wer denkt, so eine Bude ist schnell aufgebaut, den muss ich leider enttäuschen 🙈


Allein das Auskleiden, Dekorieren und Einrichten dauert mehrere Tage. Aber auch das gehört dazu.


Und dann: 4 Tage weihnachtliche Livemusik, Lichter, Glühwein, Eierpunsch, leckeres Essen und natürlich ganz viele schöne Begegnungen zwischen meiner Kunst.


Dazu meine Mama, die mich wie immer bei jedem Markt tatkräftig unterstützt und die Märkte mindestens genauso liebt wie ich. Für uns ist das mittlerweile auch ein ganz besonderes Mutter-Tochter-Ritual geworden. 🥰


Und ohne ihre großartige Unterstützung wäre das alles niemals möglich - daher, Mama, falls du das hier liest: von GANZEM HERZEN tausend Mal DANKE für all deine Unterstützung!! ❤️❤️❤️


Ich freue mich schon riesig darauf, euch dort wiederzusehen, meine Kunst zu präsentieren und gemeinsam ein bisschen Weihnachtszauber zu erleben.


Bis dahin genieße ich aber noch die Erinnerungen an zwei wunderschöne Sommermärkte, die mir eines ganz deutlich gezeigt haben:


Manchmal entstehen die schönsten Erfahrungen genau dann, wenn man sich endlich traut, den eigenen Plan ein kleines bisschen über den Haufen zu werfen.


Und mein kleiner Kunstpavillon? Der darf definitiv wieder mit auf Reisen! 🎨❤️


Von Herzen,

eure Nadine


 
 
 

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Kontakt: Nadine Bovenkamp
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